Modebranche rechnet 2020 mit E-Commerce-Umsätzen von über 25 Prozent

  • BCG und Zalando befragten für neue Studie 90 globale Fashion-Marken
  • Plattformgeschäft treibt E-Commerce-Wachstum in Westeuropa
  • Unternehmen investieren deutlich mehr in Onlinemarketing


BERLIN, 6. DEZEMBER 2018 // Mehr Konsumenten denn je kaufen Mode im Internet. Bereits jetzt entfallen 20 Prozent des gesamten Handels­volumens der befragten Marken auf das Onlinegeschäft. Bis 2020 wird dieser Anteil auf 25 Prozent anwachsen – mit weiter steigender Tendenz. Entsprechend wandert auch das Marketingbudget der Unternehmen verstärkt in den Onlinebereich. Das zeigt die gemeinsame Studie Dressed For Digital – The Next Evolution In Fashion Marketing der Strategieberatung Boston Consulting Group (BCG) und von Zalando Marketing Services (ZMS), der Marketingeinheit von Zalando, Europas führender Online-Plattform für Mode und Lifestyle. Befragt wurden dafür 90 globale Fashion-Marken.

„Schon heute wächst der Onlinehandel der befragten Unternehmen dreimal so schnell wie der herkömmliche Handel. Dieser Trend ist ungebrochen,“, resümiert Jessica Distler, Partnerin und Fashion-Expertin bei BCG.

Plattformen werden im E-Commerce unverzichtbar

Derzeit ist das Umsatzverhältnis zwischen unternehmenseigenen Online­kanälen und Plattformen noch ausgeglichen, doch bis 2020 wird das meiste Geld im Plattformgeschäft erwirtschaftet. Die Umsätze auf den Online-Marktplätzen wachsen mit jährlich zwölf Prozent besonders stark. In den eigenen Online­shops hingegen legen sie um ein Drittel weniger zu. „Vor allem Firmen mit einem bereits jetzt hohen E-Commerce-Wachstum eröffnen verstärkt eigene Shops auf Plattformen und erzielen dort knapp zwei Drittel ihrer gesamten Onlineumsätze“, erläutert Dr. Andreas Antrup, Managing Director Zalando Marketing Services.

Personalisierung als Schlüssel zum Erfolg

Viele der befragten Unternehmen reagieren auf den Aufstieg des E-Commerce, indem sie ihre digitalen Marketingstrategien neu ausrichten und den Hauptteil ihrer Budgets in den Onlinebereich verlagern. Mit 43 Prozent ist das Medienbudget hier der insgesamt größte Einzelposten. Bereits heute werden durchschnittlich über 60 Prozent dieses Budgettopfes online ausgegeben. „Hauptsächlich werden Paid Social Media, Suchmaschinenoptimierung und Retail Media für Werbemaßnahmen genutzt“, erklärt Antrup. „Die Meisten geben zwar deutlich mehr Geld für digitales Marketing aus, lassen aber dennoch viel Potenzial ungenutzt. Keiner der Studienteilnehmer hat bisher wirkliche Exzellenz in diesem Feld erreicht“, ergänzt Distler.

Der Online-Handel bietet den Marken viele Möglichkeiten: Im Gegensatz zum stationären Handel könnten die Anbieter ihre Kundschaft online viel individueller ansprechen. Die Studie zeigt, dass der Umsatz mit einer ausgereiften, auf den Kunden zugeschnittenen digitalen Marketing­strategie um bis zu 15 Prozent wachsen kann. Bisher passen allerdings nur 13 Prozent der Unternehmen ihre E-Mails, Social-Media-Posts oder Bildschirm­anzeigen an den jeweiligen Kunden an. „Um Kunden langfristig zu binden und dauerhaft erfolgreich zu sein, sollte eine Marke ihre Kundenkommunikation so individuell wie möglich gestalten – und zwar auf allen Kanälen“, rät Jessica Distler.

Hier geht’s zum Download der Studie. 


Die Boston Consulting Group (BCG) ist eine internationale Management­beratung und weltweit führend auf dem Gebiet der Unternehmensstrategie. BCG unterstützt Unternehmen aus allen Branchen und Regionen dabei, Wachs­tumschancen zu nutzen und ihr Geschäftsmodell an neue Gegebenheiten anzu­passen. In partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den Kunden entwickelt BCG individuelle Lösungen. Gemeinsames Ziel ist es, nachhaltige Wettbewerbs­vorteile zu schaffen, die Leistungsfähigkeit der Unternehmen zu steigern und
das Geschäftsergebnis dauerhaft zu verbessern. BCG wurde 1963 von Bruce D. Henderson gegründet. Das Unternehmen mit Büros in mehr als 90 Städten in 50 Ländern befindet sich im alleinigen Besitz seiner Geschäftsführer. Weltweit erwirtschaftete BCG im Jahr 2017 mit 16.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 6,3 Milliarden US-Dollar. Für weitere Informationen: www.bcg.de

Boiler Plate - ZMS - DE - Dezember 2018

Zalando Marketing Services (ZMS) ist die 360°-Marketing-Unit von Zalando, Europas führender Online-Plattform für Mode. ZMS bietet Fashion- und Lifestyle-Brands einen datengetriebenen, ganzheitlichen Marketingansatz in unterschiedlichen Kanälen. Wir realisieren Konzepte und Kampagnen über alle Marketing-Touchpoints hinweg, bieten reichweitenstarke Zielgruppen, Influencer Marketing via Collabary, tiefgehende Data Insights und datenschutz­konformes Targeting. Mit dem creative.lab entwickeln wir inspirierenden Content und disruptive Ideen, um Lifestyle-Zielgruppen in 17 europäischen Märkten mit relevanten Botschaften zu aktivieren. ZMS ist strategischer Partner von Marken und hilft ihnen bei der Steigerung ihrer Umsätze, dem Launch von Produkten auf Zalando und weiteren Kanälen sowie mit zielgruppen­spezifischen Brand-Kampagnen. Das Unternehmen arbeitet für viele der weltweit größten Fashion Brands und internationale Namen aus den Bereichen Sport, Beauty, Lifestyle sowie Agenturen.

 

 

 

 

Nina Schwarze
Position:
Corporate Communications / Pressesprecherin ZMS
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