Zalando investiert in neue Geschäftsmodelle und Innovationen, um Kreislaufwirtschaft in der Modeindustrie voranzutreiben

  • Zalando führt neue Maßnahmen zur Förderung der Kreislaufwirtschaft entlang des gesamten Produktlebenszyklus ein – von der Entwicklung von Designstandards bis hin zu Investitionen in Recyclingtechnologien.
  • Zalando testet in Berlin einen Mode-Reparaturservice mit ausgewählten lokalen Ateliers und Schneidereien und erweitert außerdem die „redeZIGN for circularity“-Kollektion durch einen digitalen Produktpass. 
  • Die Initiativen sollen Verhaltensveränderungen motivieren und auf Zalandos Nachhaltigkeitsziel einzahlen, die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft anzuwenden und die Lebensdauer von mindestens 50 Millionen Modeartikeln bis 2023 zu verlängern.


BERLIN, 5. OKTOBER 2021 // Zalando, Europas führende Online-Plattform für Mode und Lifestyle, setzt auf neue Geschäftsmodelle und Prozesse, um die Grundsätze der Kreislaufwirtschaft entlang des gesamten Produktlebenszyklus anzuwenden. Damit will Zalando die in seiner Nachhaltigkeitsstrategie do.MORE formulierten Ziele weiter unterstützen und die Lebensdauer von mindestens 50 Millionen Modeartikeln bis 2023 verlängern. Bisher arbeitet die Modeindustrie in einem linearen Modell: Materialien nehmen – Artikel anfertigen – tragen – wegwerfen.  

 

Mit den neuen Initiativen will Zalando den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft vorantreiben und jeden Schritt des Lebenszyklus eines Produkts neu gestalten. Ein geschlossener Kreislauf sähe folgendermaßen aus: Design & Produktion – Tragen – Wiederverwendung – Wiederverwertung. Zalando setzt bereits in jedem der vier Schritte Initiativen um, beispielsweise im Bereich Design & Produktion mit der neuen Kollektion „redeZIGN for circularity“. Zudem testet Zalando mit „Care & Repair” einen digitalen Service zur Reparatur und Aufwertung von getragener Kleidung und baut darüber hinaus seine Kategorie „Pre-owned“ für neuwertige gebrauchte Mode aus. Gemeinsam mit Fashion for Good arbeitet Zalando außerdem im Rahmen des Projekts „Sorting For Circularity“ an der Entwicklung einer Open-Source-Plattform für die Entsorgung von Textilabfällen. Ziel von Zalandos Strategie ist es dabei, Lösungen für das gesamte Spektrum an Herausforderungen der Modebranche zu finden – für Kund*innen, Marken und Partner*innen.

 

Portrait of Laura Coppen

„Die Modeindustrie muss zu einem Kreislaufsystem übergehen, um die negativen Auswirkungen auf Mensch und Erde einzudämmen“, sagt Laura Coppen, Head of Circularity bei Zalando. „Wir sehen diesen Wandel als große Chance. Wir können die Modebranche jetzt grundlegend verändern, neue Einnahmequellen erschließen und einen Wandel im Konsumverhalten, der bereits in vollem Gange ist, weiter vorantreiben“, sagt Coppen. „Laut unserem Attitude-Behavior-Gap-Report sind über 60 Prozent der Konsumentinnen und Konsumenten der Meinung, dass es wichtig sei, die Lebensdauer von getragener Kleidung zu verlängern, statt sie zu entsorgen. Wir möchten unseren Kundinnen und Kunden kreislauforientierte Produkte und Erfahrungen bieten. Wir kennen noch nicht alle Antworten, aber arbeiten mit wichtigen Akteuren aus der Modebranche zusammen, um neue Lösungen zu testen und zu skalieren, damit wir zu einem vollständig kreislauffähigen Unternehmen werden.“

DESIGN

Kreislaufwirtschaft in der Mode beginnt beim Design: Gemeinsam mit der Ellen MacArthur Foundation und dem Berliner Start-up circular.fashion arbeitet Zalando daran, einheitliche Design-Standards zu definieren. Alle Eigenmarken-Teams von Zalando wurden bereits auf zirkuläres Design geschult. Die neue „redeZIGN for circularity“-Kollektion der Eigenmarke ZIGN soll es Kund*innen erleichtern, bewusste und kreislauforientierte Entscheidungen zu treffen. Zalando hat seine erste Kapselkollektion „redeZIGN for circularity“ aufgrund der steigenden Nachfrage nun in der zweiten Kollektion auf 50 Modeartikel erweitert. Die Produkte aus den Kategorien Damen- und Herrenbekleidung, Schuhe und Accessoires sind mit einem digitalen Produktpass im Etikett versehen. Kund*innen gelangen via QR-Code auf eine Produktseite, die darüber aufklärt, wo das Produkt hergestellt wurde und wie man es pflegen, reparieren oder wiederverwenden kann.

TRAGEN

Am 11. Oktober startet Zalando mit „Care & Repair” ein neues Pilotprojekt für Pflege- und Reparaturservices, um Kund*innen dabei zu unterstützen, die Lebensdauer von Modeartikeln zu verlängern. Gemeinsam mit dem Londoner Start-up Save Your Wardrobe bietet Zalando über eine digitale Plattform Reparaturservices an. Das Pilotprojekt startet in Berlin: Modefans können getragene Kleidungsstücke und Schuhe in ausgewählten Ateliers und Schneidereien aufwerten lassen. Zalando nutzt sein Premium-Logistiknetzwerk für die Abholung und den Rückversand. Der neue Service wird bald auch in Düsseldorf angeboten und auf weitere Märkte ausgeweitet werden.

WIEDERVERWENDUNG

Zalando baut seine Kategorie „Pre-owned“ für neuwertige gebrauchte Mode kontinuierlich aus, damit Kund*innen gut erhaltene Kleidung entdecken und weiterverkaufen können. Seit dem Launch im September 2020 hat sich das Produktsortiment von 20.000 auf über 200.000 Modeartikel vergrößert. Kund*innen profitieren in 13 Zalando-Märkten von einer schnellen Lieferung und vielfältigen Zahlungsmöglichkeiten. Der Rückversand der „Pre-owned“-Artikel ist unkompliziert und Zalando verwendet plastikfreie Verpackungen aus recyceltem Material.

WIEDERVERWERTUNG

Aktuell wird nur ein Prozent aller Bekleidungstextilien in die Bekleidungsproduktion zurückgeführt. Zalando investiert in neue Recycling-Technologien, um diesen Anteil zu erhöhen, wie beispielsweise in das Technologieunternehmen Infinited Fiber Company. Das finnische Unternehmen stellt aus Textilabfällen eine neue, zirkuläre Premium-Textilfaser her, um die Abhängigkeit von neuen Rohstoffen zu verringern. Beim Projekt „Sorting For Circularity“ arbeitet Zalando gemeinsam mit Fashion for Good an einer Open-Source-Plattform für die Entsorgung von Textilabfällen. Dabei werden umfassende Analysen der Textilien mithilfe einer präzisen, innovativen Nah-Infrarot-Technologie durchgeführt und die Möglichkeiten zur Wiederverwertung ermittelt. Über die Open-Source-Plattform können sich Sortierbetriebe und Recyclingunternehmen digital miteinander vernetzen. So soll die Zusammenarbeit erleichtert und eine zuverlässige Infrastruktur für die kommenden Jahre geschaffen werden. Darüber hinaus ist Zalando auch Teil des europäischen Zusammenschlusses von accelerating circularity, um die Kreislaufwirtschaft weiter voranzutreiben: Brands, Einzelhändler*innen, Recycling- und Sortierbetriebe tauschen sich aus, um herauszufinden, wo genau Modeartikel nach der Verwendung landen und wie sich eine Entsorgung auf der Mülldeponie vermeiden lässt.

Diese Initiativen sind wichtige Schritte zur Umsetzung von Zalandos Vision, eine nachhaltige Mode-Plattform mit einer netto-positiven Auswirkung auf Mensch und Erde zu sein.

 

 

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Über Zalando

Zalando ist Europas führende Online-Plattform für Mode und Lifestyle. Im Jahr 2008 in Berlin gegründet, bietet Zalando heute mehr als 46 Millionen aktiven Kund*innen in 23 Ländern Produkte aus den Bereichen Bekleidung, Schuhe, Accessoires und Kosmetik. Das Sortiment umfasst weltbekannte, internationale Marken ebenso wie lokale Labels. Unseren Kund*innen bietet die Zalando-Plattform eine Destination für Inspiration, Innovation und Interaktion. Als Europas modischstes Tech-Unternehmen suchen wir laufend nach neuen digitalen Lösungen für jeden Teil des Einkaufserlebnisses – für unsere Kund*innen, Partner und alle anderen Akteure, die Zalando mit uns gestalten wollen. Unsere Vision ist, der Starting Point for Fashion - die erste Anlaufstelle für Mode - und eine nachhaltige Plattform mit einer netto-positiven Auswirkung auf Mensch und Erde zu sein.

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