Was ist Connected Retail?

Dr Carsten Keller, VP Direct-to-Consumer

Alles Wissenswerte über Zalandos Verbindung von Offline- und Online-Handel

Das enge Verknüpfen von Online- und Offline-Angeboten ist für die Modeindustrie seit Beginn der Coronavirus Pandemie wichtiger denn je. Connected Retail ist unsere Lösung zur Integration von Offline und Online, mit der stationäre Geschäfte an Kund*innen verkaufen können, die Zalandos Plattform nutzen.

Die Herausforderungen und Chancen des stationären Handels

Viele Kund*innen haben durch die Coronavirus Pandemie ihr Einkaufsverhalten geändert. Vor allem die Laufkundschaft bleibt für den stationären Handel vielerorts aus oder hat sich stark reduziert. Das stellt viele traditionelle Händler*innen vor große Herausforderungen. Um diese zu überwinden, muss die gesamte Branche enger zusammenarbeiten und innovative Lösungen für den Offline-Handel finden. Bei Zalando haben wir bereits mehr als 2000 stationäre Geschäfte an unsere Plattform angebunden.

Wie Connected Retail auch Modemarken hilft

Viele Modemarken haben innerhalb der letzten Jahre ihre stationäre Präsenz vergrößert, weshalb die Produktivität der Filialen auch für sie eine entscheidende Rolle spielt. Connected Retail kann Modemarken hierbei unterstützen, indem Bestellungen von Zalando Kund*innen an ihre eigenen oder Franchise-Filialen weitergeleitet werden. Die teilnehmenden Filialen verschicken die bestellten Artikel und erhalten die entsprechenden Umsätze und Gewinne. Der Anschluss erfolgt über eine einfache, benutzerfreundliche und kostenlose Software. Connected Retail ist bereits in acht Ländern verfügbar: Deutschland, den Niederlanden, Polen, Schweden, Spanien, Finnland, Norwegen und Dänemark. In 2021 folgen Österreich, Belgien, Frankreich, Italien und die Schweiz.

  • Hilfe während der Coronavirus-Krise

Um Händler*innen zu unterstützen, die mit stark rückläufigen Kund*innenzahlen zu kämpfen haben, verzichtet Zalando auf die Provision für alle neuen und bestehenden Connected-Retail-Partner*innen. Außerdem zahlt Zalando die Einnahmen aus dem Programm zurzeit wöchentlich aus, um die Liquidität der Einzelhändler*innen zu unterstützen. Diese Regelung gilt vorerst bis zum Ende des ersten Quartals 2021.

 

  • Einfache Anbindung

Für alles Digitale sorgt Zalando. Wir stellen Inhalte, Kund*innenbetreuung, Zahlungsabwicklung, Plattform und Infrastruktur – etwa unsere spezielle Software – zur Verfügung. Connected Retail benötigt keine teure Systemintegration. Die Filiale muss lediglich einen automatisierten Export aus dem eigenen ERP-System (Enterprise Resource Planning) vornehmen. Das Modell ist risikofrei, da keine Fixkosten bestehen. Provisionen werden nur für abgeschlossene, nicht retournierte Transaktionen fällig. Die Geschäfte haben jederzeit volle Kontrolle über das auf Zalando angebotene Sortiment, ihre Artikelpreise und Kapazitäten, wie zum Beispiel die Festlegung einer maximalen Anzahl von Bestellungen pro Tag.

  • Mehr Umsatz, mehr Gewinn

Durch die Anbindung ihrer Offline-Bestände an die Zalando-Plattform können Partner*innen Umsatz und Gewinn pro Filial-Quadratmeter erheblich steigern. Einige unserer leistungsstärksten Geschäfte konnten ihr Bruttowarenvolumen (Gross Merchandise Volume, GMV) um bis zu 60 Prozent steigern. Die Zahl der Bestellungen pro Handelspartner*in steigt laufend und beträgt derzeit durchschnittlich 20 Bestellungen pro Filiale pro Tag.

 

  • Höhere Kund*innenfrequenz

Neben der höheren Flächenproduktivität durch Verkäufe über Connected Retail wollen wir auch den physischen Kund*innenverkehr der Filialen erhöhen. Wir planen die Einführung von Click-and-Collect (Online-Bestellung und Abholung vor Ort) sowie Rückgabemöglichkeiten in der Filiale, was Zalando-Kund*innen in die Geschäfte der Einkaufsstraßen bringen wird. Connected Retail kann dann die Verfügbarkeit von Produkten vor Ort transparent machen. In Zukunft können Kund*innen Produkte digital reservieren, im Geschäft abholen und sich vor Ort kompetent beraten lassen.
 

  • Schnelle, umweltfreundliche Lieferung

Durch unser Connected-Retail-Netzwerk in Großstädten können wir das Einkaufserlebnis unserer Kund*innen weiter verbessern und öfter Lieferung am selben Tag anbieten. Durch die Transparenz über Bestände können Kund*innen bei ihrer Bestellung nicht nur die einfachste Option wählen, sondern auch die nachhaltigste, indem sie sich für das nächstgelegene Geschäft entscheiden. Zalando selbst ist bereits heute im eigenen Betrieb und bei allen Lieferungen und Rücksendungen klimaneutral.

 

So funktioniert der Anschluss

Zu Beginn durchlaufen alle Filialen einen einfachen Onboarding-Prozess, damit die Lagerbestände der Filialen mit der Zalando-Plattform abgeglichen werden können. Sobald die Verbindung hergestellt ist, melden sich Verkäufer*innen über einen Standard-Webbrowser beim Connected-Retail-Tool an, wo sie Bestellungen von Zalando-Kund*innen finden. Die Bestellungen werden angenommen, der Lieferdienst wird automatisch informiert und das Paketlabel steht zum Druck bereit. Sobald das Paket gepackt ist, kann es direkt ausgeliefert werden. Retouren funktionieren für unsere Kund*innen wie gewohnt, nur, dass das Paket zurück in das Geschäft geschickt wird. Wir arbeiten daran, dass Kund*innen ihre Pakete zukünftig auch im Geschäft zurückgeben können. Die Bearbeitung von Bestellungen ist unkompliziert und erfordert keine technischen Kenntnisse. Im Geschäft werden Verkäufe im lokalen System gebucht, genau wie eine Transaktion im Laden. Zalando wickelt den Zahlungsvorgang mit den Kund*innen ab. Das heißt, die Kund*innen zahlen an uns und wir überweisen die Einnahmen bis zum Ende des ersten Quartals 2021 wöchentlich und provisionsfrei an das Geschäft.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Wenn auch Sie Ihre stationären Geschäfte über Connected Retail mit der Zalando-Plattform verbinden möchten, wenden Sie sich gern an connected.retail@zalando.de.