Connected Retail:
Eine Partnerschaft, die bleibt

Wie Einzelhändler Zalando in ihre langfristige digitale Strategie einbeziehen

Seit dem Start von Connected Retail im Jahr 2018 ist viel passiert: Vor allem seit Anfang vergangenen Jahres ist das Produkt für viele Einzelhändler*innen im Zuge der Coronavirus-Pandemie und der Lockdowns ein Teil der Lösung. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Connected Retail mit mehr als 2.000 teilnehmenden Händler*innen 11% des Bruttowarenvolumens (GMV) von Zalando in Deutschland. Seitdem wurde das Programm auf acht weitere Länder ausgeweitet und ermöglicht Händler*innen jetzt in 13 von 23 Zalando-Märkten einfachen Zugang zu Millionen von Zalando-Kund*innen. Aktuell sind bereits 6.000 Einzelhändler*innen Teil des Connected Retail-Netzwerks und haben das Programm zu einem Teil ihrer digitalen Strategie gemacht.

 

Wir sprechen mit Christian Schmidt, Assistent der Geschäftsführung der Bekleidungshäuser Karl Vockeroth GmbH, die Connected Retail seit Anfang 2020 nutzen – um mehr über die langfristige Strategie des Unternehmens zu erfahren und welche Rolle Connected Retail dabei spielt.

Habt ihr euch aufgrund der Auswirkungen der Pandemie dazu entschieden, Connected Retail zu nutzen?

Uns war bereits 2019 klar, dass wir unser Unternehmen umbauen müssen, um es fit für die Zukunft zu machen. Deshalb waren die Weichen für Connected Retail schon Ende 2019 gestellt und glücklicherweise konnten wir Ende März 2020 direkt loslegen – zeitgleich zum ersten Lockdown in Deutschland. Unsere MItarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich darüber sehr gefreut, weil sie nicht komplett in Kurzarbeit mussten. Wir haben unsere Modehäuser zu kleinen Logistikunternehmen umgestaltet und einfach ausprobiert, ob und wie es funktioniert. Im Nachhinein können wir sagen: Es ist ein voller Erfolg.

Portrait of Christian Schmidt sitting on broad wooden benches in front of a glass fassade

Als ihr mit Connected Retail angefangen habt, war der Einzelhandel geschlossen. Was hat sich geändert, seit die Geschäfte wieder offen sind?

Etwa 85 % unseres Personals sind Modeberaterinnen und Modeberater, die mit Logistik nicht so viel anfangen können. Als unsere Läden geschlossen waren, waren alle Filialen im Grunde in Lagerhäuser umgebaut - niemand interessierte sich dafür, wie es aussah. Hauptsache, es funktioniert. Jetzt müssen wir wieder ein schönes Ambiente schaffen, damit unsere Kundinnen und Kunden gern zu uns kommen – und müssen gleichzeitig auch die Logistik bewältigen.

Wie genau ist Connected Retail in den Arbeitsalltag integriert?

Wir haben den Verkauf über Connected Retail in die Ladenfläche integriert und machen das auch für unsere Kundinnen und Kunden transparent. Wir versuchen, die Online-Bestellungen herauszuziehen, bevor die Läden aufmachen. Das funktioniert in der Regel gut. Wenn es einen Sale gibt, bekommen wir – glücklicherweise – so viele Bestellungen, dass wir an unsere Grenzen kommen. All diese Bestellungen auf der Ladenfläche zu bearbeiten wird dann zur echten Herausforderung. Deshalb überlegen wir, sie in den hinteren Teil des Ladens zu verlegen, um die Arbeit zu erleichtern.

Werdet ihr auch dieses Jahr während der Cyber Week Bestellungen über Connected Retail annehmen?

Auf jeden Fall! Connected Retail ist eine wunderbare Ergänzung für uns. Online verkaufen wir zum Beispiel andere Artikel als im Geschäft, weshalb auch unser Einkauf mutiger geworden ist. Unsere Geschäfte befinden sich in einer ländlichen Region, so dass die sehr modischen Artikel im Laden teilweise zwar nicht so gut laufen, sich dafür online jedoch sehr gut verkaufen. Das ermutigt uns dazu, auch gewagtere Teile für die neue Saison anzubieten.

Welchen Tipp gibst du potenziellen neuen Partnern von Connected Retail?

Versucht nicht alles perfekt zu machen, sondern legt einfach los – und schaut wie es funktioniert. Es gibt so viele Dinge, von denen man im Lauf der Zeit überrascht wird. Unsere Philosophie ist: Einfach erstmal anfangen. Nicht alles bis ins kleinste Detail zerdenken. Bis jetzt sind wir damit immer sehr gut gefahren.

Vielen Dank für das Gespräch, Christian!


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