Warum Zalando mit der CODE kooperiert

Eine Hochschule für die digitalen Pioniere von morgen: In diesem Monat haben die 88 Studenten der neu gegründeten “CODE” ihr Studium in den Fachrichtungen Product Management, Interaction Design und Software Engineering gestartet. Zalando war als erster Partner mit an Bord und hat die CODE schon vor dem Semesterstart unterstützt. Wie erzählt Eric Lindig, Business Development Manager Universities bei Zalando.

Zalando hat schon vorher mit Universitäten zusammengearbeitet, warum nun diese Partnerschaft mit der CODE?

Ganz ehrlich: Die CODE ist die Hochschule, an der ich selbst hätte studieren wollen. Mir ging es damals wie vielen anderen Absolventen: Man verlässt die Universität mit einem Hochschulabschluss und jeder Menge theoretischem Wissen und ist unsicher, was genau damit anzufangen ist. Daher war ich sofort begeistert von dem Konzept der CODE. Statt sich in Vorlesungen und Seminaren theoretisches Wissen anzueignen, lernen, forschen und entwickeln die Studenten in interdisziplinären Teams und arbeiten mit Tools und an Problemen, die praxisrelevant sind. Zum Glück ist das nicht nur meine Meinung. Auch unser Vorstand und viele andere bei uns im Tech-Bereich glauben an die Idee und sehen hier sehr viel Potenzial für die Studenten, aber auch das Ökosystem insgesamt. Daher war es uns auch wichtig, von Beginn an involviert zu sein und die Studiengänge auch inhaltlich zu unterstützen.

 

Was heißt das genau?

Das erste Semester startet gerade erst, das heißt vieles wird sich erst in den nächsten Monaten entscheiden. Wir haben aber bereits durch Experteninterviews die Gestaltung des Lehrplans unterstützen können und unsere Räumlichkeiten z.B. für Informationsveranstaltungen zur Verfügung gestellt. Wir wollen aber auch die Lehre selbst durch unsere Expertise unterstützen.

 

 

Zalando SE_Eric Lindig
Eric Lindig, Zalando
Zalando SE_CODE_02_Manuel Dolderer
Zalando SE_CODE_01_Credit Manuel Dolderer

Wie kann das aussehen?

Geplant sind zum Beispiel Mentorenprogramme zwischen Zalando-Mitarbeitern und Studierenden oder Forschungskooperationen. Ebenfalls denkbar ist, dass Zalando-Mitarbeiter als Gastdozenten zu bestimmten Themen an der CODE lehren - wobei wir Lehre hier nicht als Frontalunterricht verstehen. Es geht eher darum, Einblicke aus der Praxis zu geben und gemeinsam mit den Studierenden Lösungen zu erarbeiten. Wir sind da insgesamt sehr offen, denn bei mehr als 1.800 Mitarbeitern im Tech-Bereich und einer Vielfalt an Themen, Programmiersprachen und Software-Lösungen lassen sich viele Anknüpfungspunkte finden. Zum Glück ist die CODE ja auch in direkter Nachbarschaft zu uns, wir sind also sehr gespannt, was sich in den nächsten Jahren alles ergibt.

 

Stichwort Nachbarschaft: Was bedeutet das für den Tech-Standort Berlin?

Die Start-up- und Digitalbranche hier vor Ort wächst kontinuierlich, dementsprechend hoch ist natürlich der Bedarf an gut ausgebildetem Nachwuchs. Für die Wirtschaft ist es daher sehr positiv, dass die Gründer der CODE sich für Berlin als Standort entschieden haben. Auch dadurch dass das Studium auf englisch ist, kann die CODE sicher dazu beitragen, die Stadt weiterhin attraktiv für ein internationales Publikum zu machen. Und ich bin gespannt, was für spannende Unternehmen Absolventen der CODE zukünftig in Berlin gründen werden.