TeachSurfing bei Zalando

TeachSurfing wurde 2015 von Miganoush Magarian und Gretta Hohl 2015 gegründet. Ziel dieser Plattform für Wissensaustausch ist es, Inklusivität und kooperatives Lernen zwischen lokalen Gemeinschaften und neuen Mitgliedern der Gesellschaft zu fördern.

Im Dezember veranstaltete Zalando einen JavaScript-Workshop im Berliner Hauptsitz, in dem Zalandos, die keine Tech-Mitarbeiter sind, gemeinsam mit Migranten und Flüchtlingen die Programmiersprache lernen konnten. Auf der Veranstaltung sprachen wir mit Viviane Engels, Corporate Responsibility Managerin bei Zalando, um mehr mehr über die Kooperation mit TeachSurfing zu erfahren.

 

TeachSurfing-Workshop bei Zalando
Im Javascript-Workshop konnten die Teilnehmer ihre Programmier- und Anwenderkenntnisse verbessern.

Welche Idee verbirgt sich hinter TeachSurfing?

TeachSurfing ist eine soziale Organisation, die es Freiwilligen (TeachSurfers) ermöglicht, ihr Wissen mit Hilfe von Workshops, die in Schulen, NGOs, lokalen Unternehmen und anderen lokalen Gemeinschaften veranstaltet werden, weiterzugeben. Darüber hinaus organisieren sie gemeinsam mit Unternehmen regelmäßig Veranstaltungen, um Wissensaustausch zu fördern. Ziel ist es, das Engagement von Mitarbeitern, die Wertschätzung von Diversität und die Weiterbildung der Beteiligten zu stärken. Für Unternehmen ist dies eine gute Möglichkeit, neue Arbeitskräfte für sich zu gewinnen und mit den Communitys vor Ort zusammenzuarbeiten.

TeachSurfing und Zalando haben in einem zweimonatigen Projekt zusammengearbeitet, um es einer Gruppe von Flüchtlingen, Migranten und Berlinern zu ermöglichen, ihre Programmier- und Anwenderkenntnisse zu verbessern. Zalando hat vier Workshops zu JavaScript und einen zum Thema Lebenslauf und Bewerbungsgespräch angeboten. Dazu  werden auch gemeinsam offen zugängliche Materialien entwickelt, so dass andere Firmen ebenso einfach Workshops anbieten können.

 

Kannst du uns mehr über den interkulturellen Aspekt erzählen?

Als Teil des Austauschs bietet TeachSurfing zwei Workshops zur arabischen Sprache und Kultur an. Neuankömmlinge in Berlin können ihr Wissen über ihre Sprache und ihr Land - in diesem Falle Syrien - an die Teilnehmer weitergeben erzählen, wie sie nach Deutschland gekommen sind.

 

Im JavaScript-Workshop lernen Zalandos, die nicht aus dem Tech-Bereich kommen, gemeinsam mit Flüchtlingen. Welche Erfahrungen können beide Gruppen dabei machen?

Mitarbeitern wird die Möglichkeit geboten, Kompetenzen wie Moderation, Mentoring und Führung zu lernen oder zu verbessern. Persönliches Engagement, soziale Verantwortung und das Netzwerk de Mitarbeiters werden ebenfalls erweitert. Die Vorteile, die sich aus dem Austausch mit Menschen aus anderen Kulturen ergeben, können nicht genug betont werden.

Die Flüchtlinge können wiederum ihr professionelles Netzwerk ausweiten, ihre Bewerbungstechniken verbessern, Programmierkenntnisse erwerben. Dadurch eröffnen sich ihnen neue Chancen.

 

TeachSurfing Workshop bei Zalando
Teilnehmer während des Workshops zum Thema Lebenslauf und Bewerbungsgespräch.

Welchen Stellenwert haben Veranstaltungen wie diese für Zalando?

Mit Mitarbeitern aus über 100 Ländern gehört Vielfalt zu Zalandos Unternehmenskultur dazu. Daher ist es für uns völlig selbstverständlich, dass wir den Beitrag, den Flüchtlinge in einem dynamischen lokalen Gemeinschaft leisten, zu schätzen wissen und unterstützen. Unser Engagement war anfänglich eher punktuell, aber wir haben das Ganze sehr schnell professionalisiert. Beispiele dafür sind unsere Initiativen wie das Hello Festival und der Hello Accelerator sowie andere Projekte, in denen wir Flüchtlinge auf ihrer langen Reise begleitet haben, vom Einleben in Berlin bis zum Start eines neuen Jobs. Als Technologie-Unternehmen möchte sich Zalando rund um seine Kernkompetenzen engagieren. Ausbildung und IT-Kenntnisse unterstützen die Menschen dabei, ihr Potenzial auszuschöpfen und ermöglichen den Zugang zur digitalen Wirtschaft.

Gruppenfoto TeachSurfing-Workshop bei Zalando
An den Workshops nahmen Flüchtlinge, Migranten und Berliner teil.

Was für Projekte wird es in Zukunft geben?

Unter unseren Mitarbeitern gibt es Menschen mit ganz ähnlichen Geschichten wie die der kürzlich zugewanderten Migranten. Wir wollen Menschen dabei unterstützen, diese enormen und mitunter schmerzhaften Übergangsphasen zu meistern. Es ist eine Win-Win-Situation, bei der der Wissenstransfer in beide Richtungen geht. Wir freuen uns, Jobs und Praktika anzubieten und wir werden ein One Week Experience-Projekt anbieten, um es Flüchtlingen zu ermöglichen, an einem Azubi-Training teilzunehmen. Diese Angebote sind ein erster Einblick in das deutsche Ausbildungssystem.

 

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