Gemeinsam für mehr Transparenz in der Lieferkette

Zalando und Partner arbeiten zusammen, um mit Hackathons neue Lösungen für die Lieferkettentransparenz zu finden

Nach dem Erfolg der Hackathon-Reihe zum Thema Lieferkettentransparenz im vergangenen Jahr haben wir uns auch in diesem Jahr mit unseren Partnern N3xtcoder, adidas, Deutsche Bahn und Volkswagen zusammengeschlossen, um innovative Start-ups zu unterstützen, die die Transparenz in der Lieferkette fördern. Während der eintägigen Veranstaltung arbeiteten die Teilnehmer in disziplinübergreifenden Teams und in einem kreativen Umfeld zusammen, um ihre technische Lösung, deren Mehrwert und ihre Strategie weiterzuentwickeln.

Bei dem Event Ende Juni kamen neben vielen Freiwilligen unserer Partner und der Berliner Tech-Community fünf spannende Ventures zusammen: Haelixa, COLABBRIQ, sustainabill, CIRCULAR IQ und OEKO-TEX. Bei so vielen Teilnehmern auf einem Fleck wurde deutlich, wie viele Lösungen es im Bereich der Lieferkettentransparenz bereits gibt. Der Gewinner dieses Hackathons beispielsweise ist Haelixa Ltd. Das Start-up verwendet DNA-Tracing-Technologien, bei denen Marker, so genannte Tracer, auf Rohmaterialien angewendet werden. Die Tracer basieren auf einzigartigen DNA-Sequenzen und sind widerstandsfähig gegenüber industrieller Verarbeitung, Verteilung und Lagerung, wodurch eine vollständige Kontrolle der gesamten Lieferkette ermöglicht wird.

Durch die Zusammenarbeit mit den Experten der verschiedenen Partnerunternehmen entwickeln die beteiligten Unternehmen ihre Angebote weiter und gewinnen mehr Einblicke in Technik, Marketing, Geschäftsmodelle und mehr. Aber damit endet die Zusammenarbeit noch lange nicht. Jenseits der Hackathons geht Zalando mit einigen der Ventures tiefgreifende Kooperationen ein – wie etwa mit dem Kölner Startup sustainabill.

Zalando SE Hackathon June 2019

Sustainabill ist ein Startup, das Supply Chain Mapping-Lösungen anbietet. Eine der wichtigsten Herausforderungen für eine transparente Lieferkette besteht nämlich darin, Daten von Lieferanten und Sublieferanten zu sammeln. Durch die transparente Abbildung der Lieferkette können Markenmanager Verbindungen zwischen Unternehmen sowie Subunternehmen erkennen und im besten Fall die gesamte Historie eines Produkts von seiner Rohstoffform bis hin zur finalen Fertigung nachvollziehen. So bringt sustainabill im Idealfall, auch dank seiner Verbindungen zum renommierten Wuppertal-Institut, innerhalb der gesamte Lieferkette versteckte Kosten, Fehlinvestitionen oder Fehlverhalten ans Licht.

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Modemarken wollen heute wissen, woher die Rohstoffe in ihren Produkten kommen und wie nachhaltig sie produziert werden. Die Abbildung jeder Facette der Lieferketten ist eine hochkomplexe Aufgabe, die lange Zeit als nicht machbar galt. Aber neueste Technologien wie jene von sustainabill ermöglichen es Unternehmen, die Komplexität drastisch zu reduzieren. Der Erfolg des Supply Chain Mapping hängt jedoch nach wie vor von der Zusammenarbeit der Branchenakteure ab.

"Das wichtigste Learning ist, dass neue Technologien Supply-Chain-Mapping für alle Beteiligten sehr effizient machen. Das ganz große Ziel ist es, die Barrieren innerhalb der Lieferkette zu kennen und die Mapping-Prozesse entsprechend anzupassen", sagt Klaus Wiesen, CEO Sustainabill.

Vor diesem Hintergrund haben wir ein Pilotprojekt mit sustainabill ins Leben gerufen. Dabei geht es darum, Erfahrungen und Herausforderungen aus Markensicht zu sammeln und zu ermitteln, welche Daten innerhalb der Lieferkette typischerweise nicht weitergegeben werden.

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Das Pilotprojekt besteht aus zwei Teilen. Der erste Part basiert auf einer Supply-Chain-Mapping-Analyse von fünf von Zalando verkauften Hemden. Zalando prüft zusammen mit sustainabill deren Lieferkette und versendet mit Hilfe des sustainabill-Tools eine Umfrage an die Lieferanten. Im zweiten Teil werden die Ergebnisse ausgewertet. Hierbei geht es darum, die bestehenden Barrieren in der Lieferkette hinsichtlich des Datenaustauschs zu erkennen – und was erforderlich ist, um diese Hindernisse zu überwinden. Weiterhin befragen wir Marken, die bereits Erfahrungen bei der Datenbeschaffung innerhalb der Lieferkette gesammelt haben.

Zur Zusammenarbeit sagt Salah Said, Corporate Responsibility & Sustainability Manager bei Zalando: "Bei der Lösung der Herausforderung rund um die Transparenz der Wertschöpfungskette ist die Zusammenarbeit entscheidend. Wir glauben, dass Partnerschaften innerhalb der Branche notwendig sind, um mehr Daten aus den Lieferketten zu gewinnen. Damit sind wir alle in der Lage, diese Daten letztendlich in relevante Informationen für die Verbraucher umzuwandeln, um die richtige Kaufentscheidung zu treffen".

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