Erfolgreiches Vernetzen durch Connected Retail

Zalando SE Gaxsys Tip Tap Kinderschuhe

Bis Jahresende können Zalando Kunden aus 600 stationären Geschäften beliefert werden

Wenn Dr. Carsten Keller über Connected Retail spricht, dann nicht selten auch über eine Reise. Eine Reise, die vor vier Jahren begann. ”Da haben wir begonnen, uns von einem Online-Retailer zu einer Plattform zu entwickeln. Eine Plattform als offenes Ökosystem, die sich vor allem darauf ausrichtet, alle relevanten Gruppen in der Modeindustrie zu verbinden und gemeinsam digital erfolgreich zu sein”, sagt Zalandos VP Direct-to-Consumer. Also auch Marken und Händler, Influencer und Kreative, Hersteller und Eigenmarken. Heute, vier Jahre nach Beginn der Reise, erreichen wir einen neuen Meilenstein: Bis Ende des Jahres werden sich bereits mehr als 600 physische Stores mit der Zalando-Plattform vernetzt haben.

Zalando extends Gaxsys pilot: Fashion items in a store

“Connected Retail ist längst ein zentraler Baustein der Zalando Plattform. 600 Stores zeigen bereits heute, dass über die Integration von Online- und Offline-Kanälen sehr positive Effekte für alle erreicht werden: Für den Kunden, für den Store-Manager und auch für Zalando. Wir werden das Modell deshalb über die kommenden Monate mit einer Vielzahl weiterer Partner ausrollen”, sagt Carsten. “Wir werden Connected Retail 2019 internationalisieren. Ins Auge gefasst wird dabei unter anderem der niederländische Markt.”
 

Durch Connected Retail können unsere Partner Bestellungen von Zalando Kunden selbst übernehmen und die Ware direkt aus ihren physischen Geschäften verschicken. “Unsere Erwartungen wurden bereits in den ersten Tagen der Zusammenarbeit übertroffen. Die Software für das Tagesgeschäft ist sehr leicht zu bedienen und ermöglicht allen Mitarbeitern eine zeitnahe Bearbeitung aller Bestellungen. Wir freuen uns Teil dieses spannenden, für uns neuen Geschäftsfeldes zu sein”, sagt Alexander Wiehl, Retail Controlling bei Zalandos Connected-Retail-Partner Drykorn.
 

“In Zukunft werden wir das Modell auch für Lieferungen am gleichen oder nächsten Tag nutzen, da die Offline-Stores unserer Partner häufig näher am Kunden sind, als ein Zentrallager das sein könnte”, erläutert Carsten weiter. “So schaffen wir gemeinsam mit dem stationären Handel eine neue Kundenerfahrung - egal ob sie in Berlin oder Neckarsulm wohnen.”

Dass die Verknüpfung von On- und Offline-Handel auch in Zukunft noch zunehmen dürfte, zeichnet sich bereits heute ab: Die Customer Journey ist längst über verschiedene Kanäle und Touchpoints verteilt: Information und Inspiration kann mobil sein (in sozialen Medien, Markenshops oder Plattformen), die Beratung und Kaufentscheidung geschieht vielleicht im Store, der Kauf dann wieder in einem Online-Kanal. Diese neue Welt bietet viele Chancen für den Kunden und damit auch für die Anbieter - online wie offline.

Wenn wir zehn Jahre vorausschauen, werden Marken und Händler immer weniger in Kanälen und Endgeräten denken und sich noch radikaler an ihren Kunden und deren Gewohnheiten, Bedürfnissen und Lebensstilen orientieren.

Dr. Carsten Keller, VP Direct-to-Consumer at Zalando
Zalando SE Carsten Keller

“Wenn wir zehn Jahre vorausschauen, werden Marken und Händler immer weniger in Kanälen und Endgeräten denken und sich noch radikaler an ihren Kunden und deren Gewohnheiten, Bedürfnissen und Lebensstilen orientieren”, sagt Carsten. “Eine erste Entwicklung in Europa in diese Richtung sehen wir heute bereits in anderen Retail-Sparten wie Consumer Electronics. Viel deutlicher wird das aber am Beispiel China: Plattformen wie Alibaba und JD.com haben hier die Grenzen zwischen Online und Offline weitgehend aufgelöst.”  
 

Daher rüstet der stationäre Handel technologisch auf, um sich mit dem digitalen Handel zu verbinden. “Ich sehe die technologische Dynamik im Offline-Markt als eine Vorstufe zur stärkeren Integration des Online-Handels mit dem stationären Handel. Wir sehen, wie Händler immer stärker in eine Vernetzung der Daten investieren, um ihre Kunden besser zu verstehen”, so Carsten.

Zalando SE Gaxsys Schuhhaus Fischer

Der stationäre Handel schließt daher bei der Digitalisierung immer mehr zum Online-Handel auf. Doch geht es gar nicht darum, einen Vorsprung abzubauen. Beide Modelle haben jeweils starke strukturelle Vorteile. Wir glauben, dass im Rahmen der entstehenden Plattformen die Vorteile beider Modelle verschmelzen. Und über die stärkere Digitalisierung des Offline-Handels wird das gerade erst möglich.

Zalando sucht dabei aktiv den Schulterschluss mit dem stationären Handel. Mit Connected Retail schaffen wir für die Kunden, für die Händler und für Zalando neue Vorteile. “Aus der Arbeit mit 600 stationären Läden haben wir gelernt, wo der Schuh bei den Händlern drückt und was ihnen in so einem Modell besonders wichtig ist. So glauben wir, dass Connected Retail für den Handel ein Mittel ist, das Wachstum zurück in die Innenstädte bringt”, sagt Carsten Keller. “Die Reise mit Connected Retail hat gerade erst begonnen.”
 

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