"Black Friday ist die Kür"

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Was an 364 Tagen im Jahr für Zalandos Logistikteams tägliche Arbeit ist, wird am Black Friday zu einer besonderen Herausforderung und Chance

Für die Logistik von Zalando geht es darum, vor allem ein bestimmtes Kundenversprechen zu erfüllen: die Artikel so reibungslos wie möglich und pünktlich zu liefern. Da am Black Friday das Auftragsvolumen viermal so hoch ist wie der durchschnittliche Tagessatz, ist dieser Tag eine Herausforderung. Daniel Behlert, Director Logistics Warehouses, sieht darin aber vor allem die Chance, zu beweisen, dass die Abläufe in der Logistik auch unter größtem Druck reibungslos funktioneren.

Daniel, mit welchem Gefühl schaust du auf den Black Friday voraus?

Der Black Friday ist der umsatzstärkste Tag im Jahresverlauf – damit ist er auch die größte logistische Herausforderung. All unsere Geschäftsprozesse in der Logistik müssen sich an diesem Tag beweisen. Funktionieren die Abläufe wie erwartet? Vom Erhalten der Bestellung bis hin zur Auslieferung - greifen die Zahnräder ineinander? Schaffen wir es, die gewohnte Liefertreue trotz des gestiegenen Volumens für unsere Kunden einzuhalten? Diese Fragestellungen bewegen mich zwar täglich - doch am Black Friday besonders.

Daniel Behlert
Daniel Behlert, Director of Logistics Warehouses

Wann habt ihr mit der Planung begonnen und wer ist an der Planung beteiligt?

Wir haben direkt im Anschluss zum letzten Black Friday begonnen, die Ergebnisse zu analysieren: Was lief aus unserer Sicht wie geplant - und welche unserer selbst gesetzten Ziele haben wir nicht erreicht? Zum Beispiel haben wir als Team hervorragend zusammengearbeitet, gleichzeitig ist uns aufgefallen, dass wir mehr Wechselbrücken für den Pakettransport benötigen. Daraus haben wir unsere nächsten Schritte abgeleitet, bereichs- und standortübergreifend. Die Kollegen von Transport, Verpackung, Materialflusstechnik, unserem Warehouse-Managementsystem ZalOS und Netzwerkplanung haben ihre Erfahrungen eingebracht. In wöchentlichen Terminen und einem Ein-Tages-Workshop haben die Standortleiter der Logistikzentren und ich schrittweise den diesjährigen Black Friday vorbereitet.

Wie sahen die Vorbereitungen genau aus?

Wir sind in unserem Unternehmen dafür verantwortlich, dass in der Logistik alles reibungslos abläuft. Deshalb haben wir uns in den drei wichtigsten Bereichen verstärkt: Wir haben das Personal an allen Standorten in den vergangenen Monaten aufgestockt sowie unsere Anlagen und damit die gesamte logistische Kapazität ausgebaut; wenn wir uns den Black Friday wie ein Fußballspiel vorstellen, dann haben wir das Stadion vergrößert, um mehr Plätze zu schaffen.

Im dritten Bereich haben wir in die Technik investiert, um langfristig immer mehr Kunden zu bedienen. Mit zusätzlichen Single Pack Stationen, neuen Item Sortern und zusätzlichen Umsetzfahrzeugen stehen uns nun mehr technische Anlagen als jemals zuvor zur Verfügung. Des Weiteren haben wir das Volumen an Ware erhöht, das wir aus den Logistikzentren verschicken können. Wie üblich bei einem Umbau kam es dabei teilweise zu Stillständen im operativen Betrieb, da neue Systeme aufgeschaltet wurden und nicht immer wie erwartet funktioniert haben. Bei solch komplexen Systemen wie denen in unseren Logistikzentren kann das durchaus passieren. Jetzt ist jedoch alles fertig, just-in-time!

 

Du hast bereits einige Black Fridays bei Zalando mitgemacht - was macht diesen Tag jedes Jahr aufs Neue besonders?

Dank unserer Kunden steigt die Anzahl der Bestellungen pro Minute von Jahr zu Jahr. Deshalb bin ich gespannt, wie sich unsere Bestellkurve dieses Mal entwickelt. Schließlich ist sie der Herzschlag des Black-Friday-Erfolgs. Dann kommt es darauf an, dass die Kollegen in den Logistikzentren und in der Koordination des Transports perfekt zusammenarbeiten.

Bedeutet die Größe des Black Fridays, dass die Kunden länger auf ihre Bestellung warten müssen?

Nein, natürlich nicht. Der Black Friday ist zwar eine Herausforderung für ganz Zalando, aber um uns auf alle Eventualitäten vorzubereiten, haben wir uns zeitig zusammengesetzt und mit den Vorbereitungen begonnen. Sicherlich kann immer etwas schief gehen: Sollte etwa eine technische Anlage gestört sein, werden sich umgehend unsere Ingenieure und Techniker um eine Lösung kümmern. Wir freuen uns deshalb, dass wir selbst in fordernden Situationen schnell reagieren können und blicken diesem besonderen Tag optimistisch entgegen.

Wie habt ihr die Mitarbeiter in den Logistikzentren auf den Tag vorbereitet?

Je näher der Black Friday rückt, umso umfangreicher informieren wir unsere Mitarbeiter in den Logistikzentren über die Vorbereitungen für diesen Tag, zum Beispiel über TV-Wände oder in unseren regelmäßigen Startmeetings. Zudem haben wir besondere Überraschungen für unsere Logistikmitarbeiter geplant, um in den Logistikzentren den Black Friday zu feiern. Eines steht fest: Zwar werden die Versandmengen wieder sehr hoch sein - doch alles Weitere sollte so wie immer laufen.

Letztlich ist für uns immer ein bisschen Black Friday. Wir wollen jeden Tag einen guten Job machen und unsere Kunden zufriedenstellen. An 364 Tagen ist das ohnehin Pflicht, aber an diesem einen Tag geht es um die Kür. Ich bin mir sicher, dass alle Kolleginnen und Kollegen in der Zalando-Logistik und im gesamten Unternehmen dieses besondere Gefühl spüren. Am Black Friday können wir zeigen, was wir drauf haben.

 

Und nach dem Black Friday könnt ihr euch erst einmal zurücklehnen?

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Sobald der Black Friday vorbei ist, konzentrieren wir uns auf das Weihnachtsgeschäft. Hier geht es wie in jedem Jahr darum, alle Bestellungen pünktlich gemäß Lieferversprechen zu versenden - einhundertprozentig. Gemeinsam als Team werden wir das auch schaffen!


 

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