Online-Shopping auf Italienisch

Wir haben uns das Konsumentenverhalten auf dem italienischen Markt mal genauer angeschaut.

 

 

Wenn wir Kunden miteinander vergleichen, ist es ganz natürlich, dass wir versuchen, von einem Markt auf den anderen zu schließen. Manchmal werden unsere vorgefertigten Meinungen dabei bestätigt; manchmal werden sie aber auch vollständig widerlegt, wie etwa erst vor kurzem durch eine Befragung unter 1000 italienischen Online-Shoppern. Mithilfe eines CAWI-Systems gelang es, im Rahmen der (von Zalando gesponserten) Befragung ein detailliertes Bild der italienischen Konsumgewohnheiten zu zeichnen. Die Italiener sind dafür bekannt, besonders enge Familienbande zu pflegen – so erscheint es kaum verwunderlich, dass 93 % der Befragten nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere einkaufen. Nur ein Viertel der Befragten kauft etwas, ohne zuerst Freunde oder Familienangehörige um Empfehlungen zu bitten.

“Die Möglichkeit, einen Artikel unkompliziert zurückzuschicken, wird in manchen Regionen zum entscheidenden Kriterium, von dem abhängt, ob ein Anbieter die Herzen seiner Kunden gewinnen kann.”

Giuseppe Tamola, Country Manager für Italien

Eine ausführliche Produktrecherche und Vertrauen sind für Italiener beim Einkaufen besonders wichtig. 73 % der Shopper warten gerne mehrere Tage zu, bevor sie auf „Kaufen“ klicken, und 64 % kaufen besonders dann gerne von zuhause aus ein, wenn sie sich Zeit nehmen können, um alles genau durchzusehen. Das bedeutet, dass die endgültige Kaufentscheidung an der Online-Kasse fällt – anders als in anderen Märkten, wo die Konsumenten eine ganze Reihe von Artikeln bestellen und erst später entscheiden, welche sie behalten wollen. Rücksendungen sind vielen italienischen Kunden unangenehm; 6 von 10 Befragten gaben an, Schuldgefühle zu haben, wenn sie einen Artikel zurückschicken. Giuseppe Tamola, Country Manager für Italien bei Zalando erklärt: „Es handelt sich dabei um eine kulturelle Eigenheit, die im Online-Handel eine wichtige Rolle spielt. Die Möglichkeit, einen Artikel unkompliziert zurückzuschicken, wird in manchen Regionen zum entscheidenden Kriterium, von dem abhängt, ob ein Anbieter die Herzen seiner Kunden gewinnen kann.“ Auch in den bevorzugten Zahlungsmethoden spiegeln sich regionale Besonderheiten wider. Die ausschließlich in Polen, Spanien und Italien verfügbare Bezahlung per Nachnahme sieht Tamola als Teil von Zalandos „Retro-Innovationsstrategie“. Mit dieser soll sichergestellt werden, dass die manchmal etwas veraltet erscheinenden Eigenarten der einzelnen Märkte berücksichtigt und entsprechende Angebote für die Kunden zur Verfügung gestellt werden.

 

“Wir setzen bereits seit längerer Zeit auf ‚Mobile First‘. Die Italiener sind unter unseren europäischen Kunden diejenigen, die am häufigsten Mobilgeräte nutzen.”

Giuseppe Tamola, Country Manager für Italien

So altmodisch der italienische Markt in Bezug auf die Zahlungsmethoden erscheinen mag, so fortschrittlich ist er wiederum, was die verwendeten Plattformen betrifft: Viele Italiener verzichten gänzlich auf einen PC oder Notebook und shoppen am liebsten direkt von einem mobilen Gerät aus. „Wir setzen bereits seit längerer Zeit auf ‚Mobile First‘“, so Tamola. „Die Italiener sind unter unseren europäischen Kunden diejenigen, die am häufigsten mobile Geräte nutzen.“ 60 % der Konsumenten verwenden ihr Smartphone außerdem auch dann für Recherchen und Vergleiche, wenn sie in traditionelle Ladengeschäfte gehen – eine Gewohnheit, die sich diese durchaus zunutze machen könnten. Und was macht mobiles Shopping noch attraktiver für Konsumenten? Rabatte, die im richtigen Moment auf dem Handy landen. 76 % der befragten Personen gaben an, gern Benachrichtigungen über Angebote und Aktionen zu erhalten.


Wollen Sie mehr erfahren? Unsere vollständige Infografik mit den Ergebnissen der Befragung finden Sie hier (Italianisch) oder zum Download (Englisch):