Believe the Hype: Ein Gespräch mit KICKZ-Gründer Christian Grosse  

 

 

KICKZ, 1993 gegründet, ist das Zuhause von Basketball-Fans weltweit. Bei der Bread & Butter 2017 hatte die Münchner Marke auf ihrem perfekt ausgestatteten Basketballfeld einen fulminanten Auftritt, bei dem die Besucher Preise gewinnen, ihre Basketballtechnik verbessern oder sich anderweitig in Szene setzen konnten. Auch Dunk Elite, die besten Dunkers weltweit, ließen sich blicken – und ihr kreativer Ballzauber brachte die Anwesenden so richtig in Fahrt.

Mit Blick auf die Übernahme von KICKZ durch Zalando Anfang 2017 haben wir KICKZ-Gründer Christian Grosse getroffen, damit er uns erklärt, was diese ikonische deutsche Brand so besonders macht.

 

Was hat dich auf die Idee gebracht, eine Sneaker-Boutique zu eröffnen?

Als wir 1993 in München gestartet sind, gab es nirgendwo in Europa etwas Vergleichbares. Vielleicht nicht einmal in den USA: ein absolut cleanes Geschäft, in dem Sneaker wie Fetisch-Zubehör präsentiert werden, nicht wie Schuhe.

Basketball spielte bei uns stets ein zentrale Rolle. Es ist ein Sport, der Trends hervorbringt und in enger Verbindung mit der Musikszene und urbaner Kunst steht. Bei den olympischen Spielen 1992 in Barcelona beherrschte das Dream Team der USA mit Legenden wie Michael Jordan und Magic Johnson die Medien und etwa zur gleichen Zeit rückte der Kinohit White Men Can’t Jump die Streetball-Szene in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Ein günstiger Zeitpunkt für den Start meines Projekts, fand ich. Am Anfang hatte ich keine Ahnung vom Handel. Ich kam gerade von der Uni in Südafrika und es war ein klassischer Fall von Learning by Doing.

 

Wie hat das Internet Ihr Geschäft verändert?

KICKZ war einer der ersten Onlineshops Deutschlands überhaupt! Wir hatten schon vorher einen sehr erfolgreichen Katalog-Versandhandel und das übertrugen wir nach und nach auf die Online-Welt, als das Internet aufkam.

 

 

 

Du hast bereits eine erfolgreiche Vorgeschichte bei der Auswahl von Partnerschaften, etwa mit eurer Eigenmarke K1X und Foot Locker in den 90ern oder bei der Zusammenarbeit mit dem Label Patrick Mohr.

Der erste Basketballschuh überhaupt, den K1X auf den Markt brachte, „The Chiefglider“, schaffte es aus dem Stand an die Füße von NBA-Star Ron Artest. Zugleich stand der Schuh weltweit in den Geschäften von Foot Locker - ein beachtenswerter Erfolg. Seither läuft die Zusammenarbeit mit Foot Locker erfolgreich weiter.

Der Schuh K1XPM, aus der Zusammenarbeit mit Patrick Mohr entstanden, ist ein echtes Phänomen. Wir liefern ihn an die besten Sneaker-Shops der Welt und in nur wenigen Minuten ist er ausverkauft. Wir haben eine hervorragende Zusammenarbeit mit Patta, Luisa Via Roma, Sneakersnstuff, Solebox, FourTwoFour on Fairfax, Selfridges und Colette, wo leider im Laufe des Jahres noch die Schließung ansteht.

 

"Zalandos Teamgeist, das Tempo, die Freundlichkeit, das Talent und Mut in Verbindung mit einem gesunden Stück Berliner Schnauze und „Icke bins“-Mentalität – das ist eine gute Erfolgsformel (übrigens auch unsere)."

Christian Grosse, KICKZ-Gründer

 

Was bedeutet für die Partnerschaft mit Zalando für KICKZ?

Bislang eine großartige Sache, ich bin beeindruckt von den Leuten, die bei Zalando arbeiten. Ich hatte schon Einblick in viele große Firmen und muss sagen, Zalandos Teamgeist, das Tempo, die Freundlichkeit, das Talent und ein gutes Stück Verwegenheit in Verbindung mit einem gesunden Stück Berliner Klappe und „Icke“-Bewusstsein – das ist eine gute Erfolgsformel (auch unsere übrigens).