Sprint zur Nachhaltigkeit

Wie Zalando im Rahmen des ersten Press Day Hackathons gemeinsam mit externen Experten und Journalisten  Lösungsansätze für Nachhaltigkeitsprobleme der Modebranche entwickelt

Mit dem Launch unserer do.MORE Strategie für Nachhaltigkeit haben wir uns ambitionierte Ziele gesetzt. Um diese zu erreichen und eine nachhaltige Modeplattform mit einem netto-positiven Effekt für Menschen und unsere Erde zu werden, müssen wir in den nächsten Jahren viele Herausforderungen unserer Branche angehen. Diese Herausforderungen und Lösungen betreffen nicht nur uns als einzelnes Unternehmen, sondern unsere Kunden und die gesamte Branche. Anstatt daher allein an den Lösungen zu arbeiten, wollen wir diese mit allen involvierten Partnern entwickeln. 

 

Diese Herangehensweise passt zu unserer Unternehmenskultur, die auf Teamwork, Schnelligkeit, Innovation und Transparenz basiert. Wir glauben, dass die besten Ideen in diversen Teams entstehen, die viele unterschiedliche Perspektiven in Entwicklungsprozesse einbringen.

 

Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, einen Hackathon zu veranstalten, der externe Teilnehmer und unsere eigene Mitarbeiter zusammenbringt.. Das Format, einem Sprint ähnlich, hat sich in der Vergangenheit sowohl bei unserer bei internen Problemlösung und Innovation, als auch in der Zusammenarbeit mit Partnern bewährt. 

 

6 Teams, 59 Teilnehmer

59 Teilnehmer erschienen am 29. Oktober zu unserem ganztägigen Hackathon im Hub unseres Berliner Campus – darunter Journalisten und Delegierte der Sustainable Apparel Coalition, Berliner Agentur für Elektromobilität, Deutsches Verpackungsinstitut und der Schweizerischen Post AG. 

 

Die externen Teilnehmer wurden in sechs von Zalando-Mitarbeitern geführte Teams aufgeteilt um exklusive Einblicke in Projekte und Herausforderungen zu erhalten, an denen wir momentan arbeiten. Etwa: Wie lässt sich der Kundenkomfort  mit einem neutralen CO2-Fußabdruck vereinen? Oder: Wie können wir unseren Kunden dabei helfen, die Komplexität von nachhaltiger Mode zu verstehen?

 

Mit sehr viel Energie und Einsatz haben die Team sechs Stunden lang getüftelt. Unser Ziel, ein Gefühl von Gemeinschaft und Zusammenarbeit zu schaffen, wurde von allen Teilnehmern während der gesamten Zeit gelebt.

Die ersten Ideen

Um einen Eindruck von der Arbeit der Teams zu geben, sind nachfolgend drei Herausforderungen und Lösungen des Hackathons näher erläutert. Die Ergebnisse zeigen, dass diverse Teams und Perspektiven die kreative Problemlösung enorm voranbringen.

Herausforderung 1: Lieferungen zu Pick Up Points (PuPs) reduzieren CO2-Emissionen und Verkehr im Vergleich zu Lieferungen nach Hause. Wie können wir die Akzeptanz dieser Liefermethode bei unseren deutschen Kunden erhöhen?

Lösungsvorschlag: Aktivierung über Social Media und Kollaborationen mit Influencern, die  PuPs attraktiver machen. Außerdem: PuPs im Check-Out-Prozess bewerben und über deren positiven Einfluss aufklären (reduzierte Luftverschmutzung, weniger Lärm und Verkehr auf den Straßen). Außerdem könnten PuPs für zusätzliche Zwecke, wie zum Beispiel als Ort für kleinere Veranstaltungen oder besondere Einkaufserlebnisse, genutzt werden.

 

Herausforderung 2: Wie können wir unseren Kunden transparente, verständliche, relevante und motivierende Nachhaltigkeitsinformationen präsentieren, ohne sie mit Fakten zu überfrachten?

Lösungsvorschlag: Die Darstellung der Informationen in unserem Fashion Store sollte so einfach und einheitlich wie möglich sein, zum Beispiel durch verständliche Sprache, visuelle Hinweise und Guidelines, ein Glossar etc. Teilnehmer schlugen außerdem vor, mehr Offline-Interaktionen wie Hackathons, Workshops, Kleider-Tauschbörsen etc. zu veranstalten, um Kunden persönlich aufzuklären.

 

Herausforderung 3: Wie können wir weiterhin herausragenden Lieferkomfort anbieten und gleichzeitig unseren Einfluss auf das Klima senken? 

Lösungsvorschlag: Den Einfluss der Kunden aufs Klima durch ihre individuellen Entscheidungen im Check-Out sichtbar machen. Im Check-Out umweltfreundliche Optionen wie Pick Up Points oder Paketbündelung hervorheben und ein Belohnungsprogramm anbieten. Möglichkeiten für die Zusammenarbeit mit bestehenden Transportunternehmen und Langstreckenflotten prüfen. Erfolglose Zustellversuche vermeiden indem wir Kunden kurzfristiger ihre Lieferpräferenzen anpassen lassen, wenn sich ihr Terminplan spontan ändert.

Was passiert mit den Ergebnissen?

Der Hackathon war erfolgreich in vielerlei Hinsicht. Die Teams hatten nicht nur spannende Ideen, sondern berichteten über ein besseres Verständnis für der Komplexität unserer Herausforderungen. Manche Teilnehmer fühlten sich sogar inspiriert, ihr eigenes Verhalten zu ändern, nachdem sie mehr über Services gelernt haben, die Zalando bereits anbietet oder testet, beispielsweise Pick Up Points oder die Option zur CO2-Kompensation beim Check-Out. 

 

Da die Challenges von Zalando-Mitarbeitern geleitet wurden, werden alle Erkenntnisse nun direkt an die verantwortlichen Teams weitergegeben und auf ihre Umsetzbarkeit geprüft. Manche Ideen waren gar so gut, dass wir bereits evaluieren, wie wir sie schnellstmöglich umsetzen können. So  sehen wir etwa einen großen Nutzen darin, den Umwelteinfluss unterschiedlicher Lieferoptionen direkt beim Bezahlprozess anzuzeigen. Auf diese Weise können Kunden eine informierte und bewusste Entscheidung treffen.

 

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